U19 mit Remis

U19 mit Remis

Das Topspiel zwischen Pflugfelden und Hollenbach endet torlos

Es war ein gerechtes Unentschieden - und vor allem spektakulär. Nach 90 Minuten hochklassigem Fußball trennen sich die U19 des TV Pflugfelden und die des FSV Hollenbach unterm Strich leistungsgerecht mit 0:0. Dabei hätte es auch anders ausgehen, ja müssen.

Zunächst waren es knapp 60 Minuten lang die Hollenbacher, die den Ton angaben. So taten sich die Jungs um Trainer Thomas Kettner zwar schwer, gegen die tiefstehenden Verteidigungsreihen der Hausherren durchzudringen, doch Chancen gab es immer mal wieder. Mit Baris Yerlikaya's Lattentreffer (35. Minute) und Felix Limbach's Schuss, der in der 40. Minute nur knapp das Gehäuse verfehlte, hatten die Rot-Blauen durchaus die Möglichkeit, mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen. Auf der anderen Seite passierte - ohne zu übertreiben - nichts. Nicht einen (Tor)Schuss gaben die in rot-weiß spielenden Pflugfelder in der ersten Halbzeit ab, nicht einen Abstoß musste FSV-Keeper Haun ausführen. Die solide Hollenbacher Defensive erstickte die meist lang vorgetragenen Angriffe der Gastgeber stets im Keim und sorgte so für recht langweilige 45 Minuten bei ihrem Schlussmann.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte gab der FSV weiter den Ton an, verpasste es aber die drückende Überlegenheit in Tore umzumünzen. Mit dem ersten Pflugfelder Schuss nach 55 Minuten durch Patrick Feyhl, der aus knapp 40 Metern letzendlich doch deutlich am Gehäuse vorbeiflog, fanden dann auch die Hausherren ins Spiel. Die knapp 80 Zuschauer sahen nun einen munteren Schlagabtausch und beeindruckenden Tempofußball, mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. So waren die Keeper der beiden Teams nun ein ums andere Mal bemüht, ihre Farben vor dem Rückstand zu bewahren - Haun im Hollenbacher und Tsiouralis im Pflugfelder Kasten zeigten sich aber ohne jeden Fehler. In der 73. Minute klingelte es nach einem Standard dann im Tor der Gäste, doch der Treffer zählte aufgrund eines Stürmerfouls nicht - die ausbleibenden Proteste zeigten, dass es die richtige Entscheidung war. Direkt im Anschluss an diese Aktion wurde es auf der anderen Seite hektisch, als Sam Schwedl durch die Schnittstelle geschickt und im Eins gegen Eins ca. 20 Meter vor dem gegnerischen Tor vom Keeper von den Beinen geholt wurde. Der souveräne Schiedsrichter Marc Schnaufer entschied sich nach kurzer Bedenkzeit für den gelben Karton, was nüchtern betrachtet sicherlich vertretbar ist. In einer Schlussphase, die wahrlich nicht für Patienten mit Bluthochdruck geeignet war, hätte hüben wie drüben noch ein Tor fallen können, die beide Offensiven zeigten aber nicht die nötige Durchschlagskraft. In der 90. Minute wurde es dann nochmal laut und hektisch, als ein Pflugfelder Stürmer im Hollenbacher Strafraum zu Fall kam. Was zunächst nach einer kniffligen Situation aussah, entpuppte sich nach Ansicht der Videosequenz als fairer Zweikampf, der auch an einer sonstigen Stelle auf dem Spielfeld nicht hätte gepfiffen werden dürfen - Referee Marc Schnaufer behielt auch in dieser hitzigen Situation einen kühlen Kopf und entschied richtig. Der letzte Abschluss im Spiel gehörte dann dem FSV, doch der Winkel für Kapitän Jonas Limbach wurde letztendlich zu spitz, weshalb Tsiouralis im Tor des TV Pflugfelden keine große Mühe hatte den Schuss aus kurzer Distanz zu parieren. So bleibt der Verbandsliga-Nachwuchs des FSV Hollenbach auch im 7. Spiel in Folge ungeschlagen und ist nach dem dürftigen Saisonstart nun endgültig in der Spur.

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TV Pflugfelden
Antonios Tsiouralis, Patrick Feyhl, Amel Sinanovic, Dario Jelusic, Niklas Pospiech, Francesco Montefusco (22. Daniele Contessa), Bünyamin Güngör, Tarik Kudic, Roberto Coelho Sousa, Komninos Delkos, Aleksandar Stoilov

FSV Hollenbach
Justin Haun, Jonas Limbach, Felix Limbach, Tim Schmitt, Baris Yerlikaya (87. Noah Herrmanns), Jonas Helbig, Sven Heim, Tizian Knab (69. Marcel Karausch), Max Kaiser, Sam Schwedl (78. Robin Burkert), Marco Gräff (66. Benjamin Utz)

Schiedsrichter
Marc Schnaufer (Stuttgart)
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