Herber Rückschlag

Herber Rückschlag

Gegen gnadenlos effektive Tübinger verliert der FSV 3:2

Es wäre eine getrübte Heimfahrt aus der Universitätsstadt Tübingen. Der FSV Hollenbach musste die rund 160 Kilometer lange Reise ins Hohenloische ohne Punkte und mit einer roten Karte antreten – ein gebrauchter Tag.  „Das ist ein herber Rückschlag für uns. Vor allem, weil wir uns heute wieder extrem bemüht haben und in der ersten Halbzeit eine tolle Spielanlage hatten.“, meinte FSV-Trainer Martin Kleinschrodt nach der Partie.

Dabei begann die Partie gut für die Hollenbacher. Bereits nach 2 Minuten gingen die Gäste nach einem Freistoß von Dennis Hutter in Führung, als Jonas Limbach die Hereingabe vor dem Keeper vorbei zum 0:1 einschieben konnte. Die TSG Tübingen ließ sich von diesem frühen Rückschlag aber nicht beeindrucken und konnte durch Lars Lack bereits 10 Minuten später den Ausgleich erzielen – er fasste sich von der Strafraumgrenze ein Herz und bugsierte das Spielgerät ins rechte Eck.

Auch nach dem Ausgleich behielt das Spiel sein Tempo, wodurch nach 17 Minuten bereits das dritte Tor des Tages fiel. Lorenz Minder und Sebastian Hack kombinierten sich durch die gegnerische Abwehr, woraufhin Minder dem Tübinger Torspieler Hafiz Kerim Aslan im Eins gegen Eins keine Chance ließ und zur erneuten Führung für den FSV vollstreckte. In der 28. Minute kam Sebastian Hack dann aus 16 Metern zum Abschluss, welcher allerdings knapp am Tor vorbeistrich. Danach sahen die 120 Zuschauer in Tübingen einen offenen Schlagabtausch zweier Teams, die mit offenem Visier agierten. In der 30. Minute konnte sich Noah Dörre auf Außen durchsetzen und verlangte FSV-Keeper Philipp Hörner aus spitzem Winkel eine blitzschnelle Fußabwehr ab. 5 Minuten später bediente auf der anderen Seite Robin Dörner den mitgelaufenen Lorenz Minder im Rückraum, dessen Schuss aber knapp vorbei ging.

Der zweite Durchgang stand dem Ersten in nichts nach, beide Teams gingen weiterhin ein hohes Tempo. Zunächst hatten dann die Hollenbacher zwei riesige Chancen zum Führungsausbau, doch der Tübinger Keeper machte diese mit starken Paraden zunichte. „Da müssen wir kaltschnäuziger sein, die hochkarätigen Chancen nutzen und den Sack zu machen“, meint FSV-Trainer Martin Kleinschrodt. Auf der anderen Seite musste Hörner erneut einen Abschluss aufs kurze Eck entschärfen, ehe Noah Dörres Nachschuss knapp über die Latte flog.  In der 61. Minute wurde Dörre mit einem langen Ball über die Hollenbacher Kette bedient, nahm diesen stark mit und schloss ohne zu zögern ab. Den ersten Schuss konnte Hörner im Hollenbacher Tor noch parieren, beim Nachschuss war er dann aber machtlos. So fiel der Tübinger Ausgleich in einer für den FSV ungünstigen Phase, waren sie doch eigentlich näher am 1:3 als die Hausherren am Ausgleich. Der Gegentreffer schien Wirkung hinterlassen zu haben, denn Tübingen übernahm danach das Spiel und konnte in der 74. Minute sogar den Führungstreffer erzielen. Nach einer Kombination über die rechte Seite von Luca Alfonzo und Lars Lack vollendete der zuvor eingewechselte Jonas Frey aus 10 Metern halbhoch ins rechte Eck. In der 76. Minute schickte Schiedsrichter Stephan Niggemeier dann den Tübinger Magnus Hass mit gelb/rot vom Platz, der erst 19 Minuten zuvor eingewechselt wurde und 4 Minuten zuvor die erste gelbe Karte gesehen hatte – eine harte Entscheidung.

Die Gäste aus Hollenbach drückten in der Schlussphase dann auf das Tübinger Tor und versuchten mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen. In der 79. Minute fand ein Diagonalball von Marius Uhl Lorenz Minder, dessen Kopfball vom TSG-Keeper Aslan pariert werden konnte, Michael Kleinschrodts Nachschuss landete über dem Kasten. In der 87. Minute kam es für den FSV dann knüppeldick, als der Unparteiische Boris Nzuzi für ein Trikothalten an der Mittellinie mit glatt rot vom Platz stellte, da er damit aus Sicht des Schiedsrichters eine klare Torchance bei einem Tübinger Konter verhinderte. Die letzte Chance des Spiels hatte dann Marius Uhl, doch sein Kopfball nach einem Hutter-Freistoß landete denkbar knapp neben dem Tübinger Gehäuse. Somit blieb es am Ende bei einem Sieg für gnadenlos effektive Tübinger, die die Abstiegsränge damit vorerst verlassen. „Wir sind natürlich mega enttäuscht, weil einfach viel mehr drin gewesen wäre heute. Diese Enttäuschung müssen wir jetzt schnell verarbeiten und aus diesem Spiel lernen“, sagte Kleinschrodt.

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TSG Tübingen
Aslan, Zajonz, Zahn, Bok, Dörre (66. Frey), Hollnberger (83. Heinzler), Lack (80. Rosmer), Glück, Almeida, Alfonzo, Braun (55. Haas)

FSV Hollenbach
Hörner, Nzuzi, Hutter, Minder, Kleinschrodt, Hack (73. Krieger), Schmitt, Limbach, Dörner, Rohmer, Uhl

Tore
0:1 Jonas Limbach (2. Minute)
1:1 Lars Lack (12. Minute)
1:2 Lorenz Minder (17. Minute)
2:2 Noah Dörre (61. Minute)
3:2 Jonas Frey (75. Minute)

Karten
Gelb/Rot – Magnus Hass, TSG Tübingen – wdh. Foulspiel (76. Minute)
Rot – Boris Nzuzi, FSV Hollenbach – Verhinderung Torchance (87. Minute)

Zuschauer

120

Schiedsrichter
Stephan Niggemeier (Villingen-Schwenningen)

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