Der Umbruch in Hollenbach

Der Umbruch in Hollenbach

Ein Überblick über die vergangene Saison, die Jugendarbeit und kommende Herausforderungen

Seit fast genau 2 Wochen befindet sich die erste Mannschaft des FSV Hollenbach nun in der Vorbereitung. Im Trainerteam zeichnen sich seitdem zwei altbekannte FSV-Akteure verantwortlich für die Geschicke der Mannschaft: der frühere Keeper Jens Breuninger, der die Verbandsligatruppe des FSV als Co-Trainer betreut, sowie Martin Kleinschrodt, der vielen noch als langjähriger Kapitän und Leader der Hollenbacher Oberligamannschaft in Erinnerung sein dürfte, als hauptverantwortlicher Trainer der Rot-Blauen. Er war bereits in der vergangenen Saison neben den Platz gerückt, als er die Position des sportlichen Leiters innehatte.  In dieser Funktion konnte er die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten und blickt zurück: "Nach dem knappen Abstieg aus der Oberliga Baden-Württemberg war es uns vor allem wichtig, den Kader zusammenzuhalten und vorne mitzuspielen. Den Kader konnten wir zwar zusammenhalten und sogar weitere junge Spieler integrieren, doch wir taten uns in einigen Spielen schwerer als gedacht. In der Verbandsliga wird im Vergleich zur Oberliga eine andere Spielanlage benötigt – das umzusetzen ist uns leider nicht in jedem Spiel gelungen. Im Nachhinein hätten 2 Heimsiege mehr vermutlich gereicht, um ganz oben mitzumischen."

Junge Spieler zu integrieren, das ist das selbsterklärte Ziel des FSV Hollenbach - hierauf baut die gesamte Jugendarbeit von der U13 bis zur U19 auf.  So versuchen die Hollenbacher die Durchlässigkeit beim Übergang der Jugend in den Aktivenbereich so hoch wie möglich zu gestalten, sträuben sich aber auch nicht die Talente gut ausgebildet an ihre Heimatvereine zurückzugeben. „Der Grundgedanke entstand aus der vor über zehn Jahren gegründeten JAKO-Fußballschule. Damit wollte JAKO der Region etwas zurückgeben - durch den Fußball wurde die Firma ja zu einem der größten Teamsportausstatter in Deutschland. ", erklärt Vorstand Karlheinz Weidmann die Anfänge der Hollenbacher Jugendarbeit. Die Akzeptanz der umliegenden Vereine ist dabei inzwischen überwiegend vorhanden: „Wir können ja gar nicht alle Spieler übernehmen. Andererseits bieten wir eine Ausbildung, die sich viele kleinere Vereine gar nicht leisten können. Und Toptalente profitieren ebenfalls. Wir haben inzwischen 15 Jugendspieler an Bundesligamannschaften abgegeben. Alles mit Unterstützung unseres aus gut 30 Firmen bestehenden Sponsorenpools mit JAKO und ebm-papst an der Spitze“.

"Es war schon länger klar, dass nun der nächste große Umbruch bevorsteht.", meint Trainer Martin Kleinschrodt. "Mit Sebastian Walz, Boris Nzuzi, Hannes Volk und Nico Nierichlo haben uns gestandene und oberligaerfahrene Spieler verlassen, die man nur sehr schwer ersetzen kann. Wir haben nun eine extrem junge und hungrige Mannschaft mit der es riesig Spaß macht zu arbeiten.". Jung ist die Mannschaft wirklich: Das Durchschnittsalter des Verbandsligakaders für die Saison 2018/2019 beträgt gerade mal 22,55 Jahre. Rechnet man die Perspektivspieler aus der U19 dazu, kommt man gar auf ein durchschnittliches Alter von unter 22 Jahren.  "Als externe Neuzugänge konnten wir mit Markus Herkert, Robin Dörner und Torben Götz 3 hochtalentierte und motivierte junge Spieler hinzugewinnen, die bereits in der Vorbereitung einen sehr gut Eindruck hinterlassen haben". Aus der U19 rücken nun offiziell Lorenz Minder, der bereits in der abgelaufenen Saison regelmäßig für die erste Mannschaft auflief, Sebastian Hack und Len Brutzer auf. Nach Samuel Schmitt und Arne Schülke die Talente 3,4 und 5 die in den letzten 2 Jahren auf Anhieb den Sprung von der eigenen U19 in die erste Mannschaft geschafft haben - eine Entwicklung, auf die man stolz sein kann.

Neben dem Umbruch in der Mannschaft möchte man in Hollenbach nun auch an attraktiverem Fußball arbeiten. " Wir wollen vor allem unsere individuellen fußballerischen Fähigkeiten verbessern. Zudem wollen wir daran arbeiten verschiedene Spielsituationen besser zu erkennen, cleverer zu agieren und das Spieltempo auch mal zu variieren. Großen Wert lege ich auf Spaß am Fußball, mannschaftliche Geschlossenheit, Ballbesitz, Ballkontrolle und Aufbauspiel.", erklärt Kleinschrodt. Dass das nach dem Umbruch alles andere als einfach wird, weiß auch er. "Das wird eine große Umstellung, da wir in den letzten Jahren immer von unserer individuellen Klasse und erfahrenen Spieler profitiert haben – dieses Jahr müssen sich auch die 'jungen Wilden' auf diesem Niveau beweisen, was für alle sehr spannend wird.". Auch die Verantwortlichen sind sich des Risikos, was die junge Mannschaft mit sich bringt bewusst. "Jetzt zu sagen, dass wir aufsteigen müssen, wo wir einige Routiniers verloren und die Mannschaft nochmal verjüngt haben, wäre verrückt", sagt Manager Karl-Heinz Sprügel.

In der Verbandsliga vorne mitspielen und wenn möglich unter die Top 5 kommen lautet das Saisonziel.

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