Einwurf

Einwurf #5

Supergeil

Supergeil
Die Überschrift sagt alles zum vergangenen „Rot-Blauen“ Wochenende. Alle Mannschaften des FSV Hollenbach gewannen ihre Spiele (Spiele unten in der Übersicht). Wer sich jetzt fragt, warum man im eher konservativen Hollenbach auf einmal solche Worte benutzt, darf sich gerne mal die aktuelle Edeka-Kampagne ansehen https://www.youtube.com/watch?v=bQyjI7UsGTU.

Aktive FSV Hollenbach - SV Spielberg 3:1, FSV Hollenbach II - DJK TSV Bieringen 2:1
A-JuniorenFSV Hollenbach - VfR Aalen 2:1(Testspiel)
B-JuniorenVfL Nagold - FSV Hollenbach 0:6
C-JuniorenSG Gerabronn/ Dünsbach/Langenburg - FSV Hollenbach 2:7 (Testspiel)

Spiele, für die wir keine Worte finden
Am Samstag standen sich mit dem FSV Hollenbach und dem SV Spielberg zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf gegenüber. Was in der ersten Halbzeit als nahezu highlightloser Oberliga-Kick begann, stellte in der zweiten Hälfte in Sachen Action selbst den neuen Johnny Depp -Film in den Schatten. Zunächst schoss Spielberg nahezu aus dem Nichts das 0:1, Kevin Lehanka verlor kurz nach seiner Einwechslung die Nerven und sah nach einer schlimmen Tätigkeit die rote Karte und dann folgten 7 Minuten, die dafür sorgten dass die Kinnlade bei den Gästefans auch dem Spiel noch ziemlich weit aufgeklappt war. Schenk, Schiffmann und Kleinschrodt drehten mit ihren Toren das Spiel und sorgten für den durchaus verdienten Heimsieg der ersten Mannschaft.

Am darauffolgenden Sonntag standen sich dann in der Kreisliga B4 der FSV Hollenbach (3.) und die DJK TSV Bieringen (1.) gegenüber. Die Gäste, die bis zum gestrigen Spiel gegen Hollenbach noch kein Spiel verloren hatten, wirkten nach Abpfiff recht ungläubig. Gerade der FSV, der stark schwächelnde FSV brachte den Bieringern mit einer extrem guten Leistung die erste Saisonniederlage und hielten sich damit weiter im Relegationsrennen.

Vorbilder ?!
Eigentlich redet man über solche Dinge ja nicht unbedingt aber in diesem Fall gehört es einfach dazu. Im Gegensatz zu den Gladbachern, die am gestrigen Sonntag mit nur einem Foul über 90 Minuten gegen Schalke gewonnen haben und damit ein tolles Paradebeispiel für fairen Fußball zeigten, konnte man sich bei der Partie des FSV gegen den SV Spielberg vor Unsportlichkeiten kaum retten. Ohrfeigen, Schläge, Gegenspieler gegen Bande rempeln, Beleidigungen gegen Schiedsrichter und Spieler, Ball wegschlagen oder sonst eine der zahlreichen Unsportlichkeiten in diesem Spiel kamen zu häufig vor. „Na klar geht’s da ab, is ja schließlich Abstiegskampf“, hörte ich von den Rängen hinter mir, doch selbst das ist keine Entschuldigung für ein solches Verhalten. Woran sollen sich bitte die Nachwuchsspieler orientieren, wenn sie solchen Mist sehen?!Der ein oder andere Spieler/Trainer/Betreuer/Zuschauer sollte sich mal überlegen, wie er gegen andere urteilt bzw. was er ihnen mit seinen Aktionen antut…

Wer hat noch nicht, wer will nochmal?
… hörte ich auf dem Künzelsauer Frühlingsfest durch die Lautsprecher des Kinderkarussells und hatte am Sonntag beim Spiel der B-Junioren in Nagold ein kleines Déjà-vu. Bis zum 0:3 war das Spiel zwar weitestgehend ausgeglichen, doch danach wurde die Hollenbacher Nachwuchsspieler förmlich zum Tore schießen eingeladen. Der Zeitpunkt kam den Jungs sicher recht gelegen, denn durch das 6:0 beim VfL Nagold konnte man zum einen wieder Selbstbewusstsein tanken, zum anderen konnten sie sich so gut wie sicher den Klassenerhalt sichern.
Um weiter im Jahrmarkt-Jargon zu Bleiben: „Da ham wer' wieder Schwung in der Kiste!“.

„Supergeile“ Zeiten
Was da momentan beim FSV Hollenbach passiert, hätte ich als „Pessimist vom Dienst“ niemals erwartet. Die erste Mannschaft scheint den Kampf angenommen zu haben und fightet jedes Spiel bis nichts mehr geht, die zweite Mannschaft hat sich im Aufstiegskampf trotz zahlreicher Rückschläge nicht aufgegeben, die A-Junioren zeigten sich beim Testspiel gegen Aalen ebenso gut in Form wie die C-Junioren gegen Gerabronn und die B-Junioren schossen sich gegen Nagold mal so richtig den Frust von der Seele und tankten mächtig Selbstbewusstsein. Ach, wie wär das schön wenn’s so weitergehen würde… Träumen darf man ja schließlich noch!



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