Martin Kleinschrodt

Ein Mann für alle Fälle

Martin Kleinschrodt unterstützt künftig Karlheinz Sprügel als Teammanager

Er soll Verbindungen schaffen, für neuen Schwung sorgen. Martin Kleinschrodt wird beim FSV Hollenbach immer mehr zum Mann für alle Fälle. Zurzeit verpasst er kaum ein Training des Verbandsligisten. Dabei ist der einstige Kapitän des Teams aktuell verletzt. Doch er hat im Verein neue Aufgaben übernommen. Kleinschrodt unterstützt Karlheinz Sprügel seit dem Ende der vergangenen Saison als Teammanager. „Im Moment teilen wir uns die Arbeit. Er soll die Verbindung zur Mannschaft und zur A-Jugend sein“, sagt Sprügel. „Er soll den Kontakt halten und die Spielergespräche führen.“ Sprügel ist in erster Linie für die Finanzen zuständig. „Ich werde nächstes Jahr 70, deshalb ist es mein Ziel, mich immer weiter zurückzuziehen“, sagt er.

Kleinschrodt fiel schon einen großen Teil der vergangenen Saison verletzt aus. Früh kündigte er an, weiter kürzer treten zu wollen. „Auch weil ich heirate und bauen will“, sagt der Wirtschaftsingenieur. Aber auch gesundheitliche Gründe gaben den Ausschlag dazu. „Ich habe es aber auch als Anerkennung gesehen, als ich gefragt wurde, ob ich auf diese Weise weiter im Verein mitarbeiten will“, sagt der 31-Jährige. Die neue Aufgabe reizte ihn. „Ich habe den Aufwand etwas unterschätzt. Aber es macht Spaß. Jetzt weiß ich auch, wie viel Arbeit Karlheinz aber auch die anderen Verantwortlichen im Verein haben“, sagt er.

Ob Kleinschrodt auch nochmal als Spieler ein Comeback feiert, ist derzeit fraglich. „Ich mache im Moment eine Reha. Die dauert so lange, wie sie dauert“, sagt er. Nun ist er eben als Verbindungsmann zwischen Spielern, Trainerteam und Verein voll mit dabei. Im Sommer suchte er bereits nach möglichen Neuzugängen. Allerdings war es schon etwas spät dazu, als er vier, fünf Wochen vor Ende der vergangenen Saison mit seiner neuen Aufgabe begann. „Die Spielersuche ist eine ganz wichtige Aufgabe von Martin. Er hat die Kontakte. Wir haben in der Vergangenheit auch zu wenig Aufwand in diesem Bereich betrieben.“

Auch wenn sich im Hollenbacher Kader wenig getan hat, stand vor dieser Saison ein gewisser Umbruch an. Kleinschrodt fällt auf unbestimmte Zeit als Führungsspieler weg, Hannes Volk, der pausieren will, ebenfalls. „Wir sind trotzdem noch gut besetzt. Es haben sich auch einige Spieler herauskristallisiert, die vorangehen sollen. Es ist wichtig, dass sich keiner mehr versteckt“, sagt Kleinschrodt. Er sieht vor allem Manuel Hofmann, Marc Zeller und Sebastian Walz in der Pflicht.

Kleinschrodt redet derzeit deshalb unheimlich viel. Er steht in ständigem Austausch mit Karlheinz Sprügel, mit Trainer Marcus Wenninger, mit A-Jugend-Trainer Thomas Kettner und mit den Spielern. „Ich kommuniziere, was ich mir im sportlichen Bereich vorstelle, welche Weiterentwicklungen im spielerischen Bereich ich mir erhoffe“, sagt Kleinschrodt. Zufrieden ist er bisher mit der Integration der Neuen – angefangen bei Co-Trainer Viktor Enns. Aber auch Lukas Ryl, Daniel Breitinger oder Mario Hüttinger machen derzeit einen guten Eindruck.

So langsam richtet sich sein Blick auch auf die Verbandsliga-Saison. Die erste nach sieben Jahren Oberliga. „Das ist sicher eine interessante Liga. Es gibt aber viele Mannschaften, die ich nur schwer einschätzen kann. Den direkten Wiederaufstieg zu verlangen, wäre vermessen. Auch wegen des kleinen Umbruchs. Wir müssen sehen, wie wir in die Saison reinkommen“, sagt Kleinschrodt.

Er nimmt immer wieder ein Wort in den Mund: „Teamgeist“. „Das ist ganz wichtig. Auch im Verein. Am Ende kann das Teamgefüge entscheidend sein, wenn es um den Aufstieg geht. Wichtiger als die Einzelspieler.“ Aber nur darauf will er sich nicht verlassen. „Ich fordere von jedem Spieler eine gewisse Professionalität. Auch das sehe ich als eine meiner Aufgaben. Schließlich sind wir kein Kreisligist. In der Verbandsliga gehört eben eine gewisse Professionalität dazu.“ Diese lebte er als Spieler auch vor. Sonst wäre er nicht auf rund 350 Oberliga-Einsätze gekommen. Aber er weiß auch: „Die Spielertypen haben sich in den vergangenen Jahren verändert.“

Ein Bericht von Marc Schmerbeck

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