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Alles geben

Auch beim Tabellenführer in Freiburg wird der FSV alles in die Waagschale werfen

Nun geht es zum Tabellenführer. Es wird nicht einfacher für den Oberliga-Vorletzten FSV Hollenbach. Am Sonntag um 14 Uhr ist dieser zu Gast beim SC Freiburg II. „Wir haben Respekt aber alles andere als Angst“, sagt FSV-Trainer Marcus Wenninger. Seine Mannschaft wird als Außenseiter nach Freiburg fahren. Die Gastgeber stehen punktgleich mit dem FSV Bissingen auf dem ersten Platz. Bereits jetzt, fünf Spieltage vor dem Saisonende, ist sicher, dass diese beiden Teams die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen werden. „Vielleicht können wir das Zünglein an der Waage im Aufstiegskampf sein“, sagt Wenninger. Gegen Bissingen haben die Hollenbacher bereits verloren. Jetzt versuchen sie Freiburg zu ärgern. „Wir wollen zeigen, dass wir oberligatauglich sind. Wir wollen auch nach diesem Spiel erhobenen Hauptes vom Platz gehen“, sagt Wenninger. „In Karlsruhe sind wir an unsere Grenzen gegangen und haben ein sehr sehr gutes Spiel gemacht. Gegen Bahlingen haben wir bis zum 1:0 das Spiel offen gestaltet. Der Gegner hat aber besser antizipiert als wir. Das müssen wir in Freiburg besser machen.“
Auf Hollenbach wartet eine äußerst spielstarke Mannschaft. „Die haben viele junge Spieler im Team, die auch noch im eigenen Verein Ambitionen haben“, sagt Wenninger. „Wir müssen unsere Fehler abstellen. Wenn wir das schaffen und einen guten Tag haben, haben wir auch die Möglichkeit, in Freiburg zu punkten.“

Ein Problem der Hollenbacher ist das angeknackste Selbstvertrauen nach der langen Misere. „Die Situation ist für uns generell unverändert“, sagt Wenninger. „Wir wissen, dass wir mit eineinhalb Beinen in der Verbandsliga stehen. Das braucht keiner abzustreiten, aber das ist auch kein Grund, die Flinte komplett ins Korn zu werfen. Obwohl es noch schwerer geworden ist.“

Ob Nico Nierichlo erneut mitmischen kann, ist noch fraglich. Gegen Bahlingen musste er mit Muskelproblemen in der Halbzeit ausgewechselt werden. Am Dienstag konnte er noch nicht trainieren. Dazu gibt es den einen oder anderen kranken Spieler im Kader. „Aber das ist normal“, sagt Wenninger. „Wir werden am Sonntag auf jeden Fall genügend Spieler haben.“

Die Planungen für nächste Saison bezeichnete Wenninger bisher als solide. „Es scheint keine Abwanderungsgwelle zu geben“, meint er. „Ein sehr großer Teil der Spieler wird da bleiben. Und dann schauen wir was wir noch tun können.“ Und auch der Trainer bekräftigte noch mal, auch im Falle des Abstiegs beim FSV bleiben zu wollen. Schließlich war es ihm bei der Vertragsunterzeichnung im Dezember schon bewusst gewesen, dass die Saison mit einem Abstieg enden könnte. „Auch die Verbandsliga kann ein sehr interessantes Projekt sein, Wir wollen dann unsere Chance sehen und nicht im Niemandsland verschwinden. Es gibt immer noch genügend Motivationsgründe für mich, nach Hollenbach zu fahren“, sagt Wenninger. „Aber darüber will ich noch gar nicht so viel reden. Noch sind wir nicht in der Verbandsliga.“

Aber es wird schwer genug, beim Tabellenführer nicht einen weiteren Schritt dorthin zu machen.

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